Telemedizin
Eine weitere Möglichkeit der ambulanten Erfassung von medizinischen Daten bieten Herzschrittmacher und Defibrillatoren mit telekardiologischen Überwachungsmöglichkeiten. Mit diesen Aggregaten werden regelmäßig technische Daten und EKG - Beispiele ohne Zutun des Patienten erfasst. Ein Programm überträgt die Daten direkt zu dem behandelnden Kardiologen. Mit Hilfe einer im Schrittmacher eingebauten Antenne und des telefonischen Mobilfunknetzes werden technische Daten aber auch eventuell aufgetretene Herzrhythmusstörungen an ein Service Center gesendet und über eine gesicherte Internetseite dem Kardiologen täglich zur Verfügung gestellt. Schwere Ereignisse, die entweder auf ein technisches Problem hinweisen oder durch eine Herzrhythmusstörung bedingt sind, werden zusätzlich direkt dem Arzt übermittelt. Zudem können in den modernen Geräten auch Hinweise auf eine Verschlechterung der Grunderkrankung erfasst werden. Zum Beispiel durch Anstieg der Herzfrequenz oder Abfall der Herzfrequenzvariabilität.
Insbesondere bei Patienten mit Herzinsuffizienz verringert eine kontinuierliche Überprüfung das Risiko einer erneuten Entgleisung und stationären Behandlung. Somit können die durch Telemedizin übertragenen Daten erheblich zur frühzeitigen Erkennung von medizinischen oder technischen Problemen beitragen. Somit wird die Sicherheit für den Patienten erhöht und es kann frühzeitig die Therapie, sofern erforderlich, optimiert werden. Zeigen die Daten einen stabilen Verlauf, ist es möglich die Routineuntersuchungstermine des Schrittmachers oder Defibrillators von 3 bis 6 Monaten auf bis zu 12 Monate auszuweiten.
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