Schrittmacher ICD
Zur Behandlung oder Verhinderung lebensbedrohlicher Formen der tachykarden (schnellen) Herzrhythmusstörungen, wie zum Beispiel das Kammerflimmern oder Kammertachykardien, besteht die Behandlungsmöglichkeit mit einem automatischen implantierbaren Cardioverter/ Defibrillator (ICD oder AICD). Nach sorgfältiger Voruntersuchung kann die Implantation häufig bei Patienten mit eingeschränkter Herzleistung zur Vorbeugung (Prophylaxe) eines plötzlichen Herztodes erfolgen. Die ICD-Therapie hat sich in mehreren Studien als lebensverlängernd erwiesen.
Die Implantation eines ICDs verläuft ähnlich wie die eines Herzschrittmachers (HSM s.o.). Eine Spezialelektrode wird transvenös in die rechte Herzkammer vorgeschoben und mit dem ICD verbunden. Der Eingriff dauert durchschnittlich zwischen einer und zwei Stunden. Zum Abschluss der Implantation wird der ICD individuell getestet und für die jeweiligen Bedürfnisse programmiert. Der Funktionstest des ICD wird während der OP in tiefer Sedierung oder kurzer Narkose durchgeführt.
Nachkontrollen finden in 3-6 monatigen Intervallen statt - bei Notfällen jederzeit. Speziell hier profitiert der Patient von der Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung: Alle HSM und ICD Operationen werden von uns selbstständig oder in Kooperation mit dem Herzthoraxchirurgen in der Klink Rotes Kreuz durchgeführt. Vielfach werden auch die Nachkontrollen, sowie Optimierung der übrigen Behandlung wie z.B. Medikamente, in einer Hand weitergeführt.
Durch die Möglichkeit einer ortsunabhängigen Überwachung der kardialen Situation des Patienten und des Status des Implantats mittels Telemedizin kann die Lebensqualität von Patienten signifikant verbessert werden.
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