Arterielle Verschlusskrankheit der
Becken-Beinarterien (AVK)
Häufigste Ursache der Gefäßerkrankungen ist die Arteriosklerose. Durch ungesunde Lebensweise oder durch eine Fettstoffwechselerkrankung kommt es frühzeitig zu Ablagerungen in den Arterien, die das Lumen immer enger werden lassen. An den Beinen bewirkt die arterielle Verschlusskrankheit (AVK) eine Minderdurchblutung der Muskulatur. Das macht sich zunächst beim Laufen bemerkbar, wodurch nach einer kurzen Gehstrecke eine Pause eingelegt werden muss ("Schaufensterkrankheit"). Im Fortgeschrittenen Stadium kann es auch zu einem Dauerschmerz bis zur Gefährdung des Beins kommen. Häufig sind die Becken- und Oberschenkelarterien betroffen, bei Diabetikern auch die Unterschenkelarterien.
Ca. 20% der 75-jährigen in der deutschen Bevölkerung sind von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit betroffen. Das Risiko für eine Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Die Folgen sind oft erheblich. Etwa 35.000 Beinamputationen pro Jahr finden bei Erreichen des Endstadiums der Erkrankung statt. Dies kann zum Teil durch rechtzeitiges Einschreiten verhindert werden.
Neben einer Beeinflussung der Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Cholesterin) und der medikamentösen Behandlung hat bei der AVK das Gehtraining eine grosse Bedeutung, da durch das Training Ersatzarterien ausgebildet werden können, die das Blut an den verengten oder verschlossenen Stellen vorbei in die Peripherie der Beine transportieren können.
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