Laborwerte bei Infarkt oder -verdacht
Ist bei Infarktverdacht oder bei instabiler Angina das EKG alleine nicht eindeutig, kann aus dem Blut mit einem Teststreifen eine Untersuchung auf Troponinerhöhung als Hinweis auf ein akutes Geschehen hilfreich sein. Bei positivem Ausfall ist die sofortige Krankenhauseinlieferung notwendig.
Bildgebende Verfahren zur Koronargefäßdiagnostik
Standardverfahren ist die Herzkatheteruntersuchung. Inzwischen können auch ohne Katheter mit Kernspin- und Computer-Tomographie-Technik Herzkranzgefäße dargestellt werden, dies wird weiter unten erläutert. Nachteil des Herzkatheters, aber ebenso trifft dies für Kernspin und CT zu, sind große teure Geräte. Deren Anschaffung und Betrieb macht eine Untersuchung teuer. Im Zeitalter von hohen Kosten im Gesundheitswesen ist dies zu bedenken. Die Untersuchung ist mit Strahlenbelastung verbunden, auch für den Untersucher.
Es wird über eine Arterienpunktion Kontrastmittel eingeführt. Dies kann Allergien auslösen und stellt eine Belastung für die Nieren dar, die es wieder ausscheiden müssen. Durch die Punktion einer Arterie am Arm, in der Regel aber an der Leistenbeuge, ist nach Ende der Untersuchung ein lokaler Druckverband sowie Bettruhe bis zum sicheren Verschluß der Punktionsstelle notwendig. In Abhängigkeit von der verwendeten Katheterdicke zwischen 1 und maximal 24 Stunden. Unter Umständen können an der Punktionsstelle Komplikationen auftreten, die eine "gefäßchirurgische Reparatur" erforderlich machen.
Worin liegen aber die Vorteile der Herzkatheteruntersuchung?
Kein anderes Verfahren kann bis jetzt die Arterien mit vergleichbarer Genauigkeit abbilden. Dies betrifft insbesondere kleine Arterien und Umgehungskreislaufgefäße, die
bei einzelnen Patienten wichtig sind. Der Hauptvorteil ist jedoch die bei vielen Patienten
sofort an die diagnostische Darstellung der Koronargefäße mögliche Durchführung der
Therapie einer Engstelle mit einer Ballonerweiterung (PTCA), d.h. Diagnose und Therapie
folgen unmittelbar in einem Eingriff.
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