Wichtige Zusatzparameter sind Bewertung von Blutdruck in Ruhe und bei Belastung, Auftreten oder Ausbleiben von Rhythmusstörungen, und periphere Sauerstoffversorgung, mit einer Messsonde an einem Fingerendglied.
Labor
Alle angegebenen Verfahren, mit Ausnahme der Myokardszintigraphie, sind bei uns gebräuchlich. Laborwerte spielen hauptsächlich eine Rolle zur Erfassung von Risikofaktoren, zur Infarktdiagnostik, sowie vor einer Herzkatheteruntersuchung. Bei der direkten Bewertung einer Koronarkrankheit sind sie wenig hilfreich.
Laborwerte bei Fettstoffwechselstörungen
Anzustreben sind bei Allgemeinbevölkerung:
- Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl
- LDL-Chol. unter 130 mg/dl
- HDL über 35 bei Männern und über 45 bei Frauen
- Triglyzeride unter 150 mg/dl, bes. bei Diabetikern
Bei Vorliegen von Risikofaktoren (Diabetes, Hochdruck) und bereits manifester, dokumentierter Koronarkrankheit ist ein LDL-Wert unter 100 das Ziel, in der Regel mit Medikamenteneinnahme. Bei abgelaufenem Infarkt werden noch niedrigere Werte gewünscht.
Diabetes: Nüchternblutzuckerwert unter 100 mg/dl ist normal, im Zweifelsfall ist ein Glukosetoleranztest mit Blutzuckerbestimmung im Intervall nach Aufnahme definierter Glukosemenge zu empfehlen. Bei manifestem Diabetes erfordert die Einstellung die Erfahrung eines diabetologisch geschulten Arztes.
Mit Laborwerten soll bei Verdacht auf koronare Herzerkrankung eine Störung der Nierenfunktion, des Blutbilds, der Blutgerinnung und der Schilddrüse ausgeschlossen werden. Dazu genügen meist wenige Parameter.
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