Herzschrittmacher
Bei Patienten mit anhaltend oder abschnittsweise auftretendem langsamem Puls (Bradykardie) oder kurzzeitigem Herzstillstand kann eine Herzschrittmacherimplantation sowohl zur Verbesserung der Prognose als auch der Lebensqualität angeraten werden. Das Einsetzen (Implantation) eines Herzschrittmachers wird meist mit örtlicher Betäubung durchgeführt.
Das Aggregat des Schrittmachersystems wird kurz unter dem Schlüsselbein eingesetzt. Hierfür wird ein etwa 5-10 cm langer Schnitt gemacht und eine „Tasche“ geformt, die das Aggregat aufnimmt.
Das oder die zugehörigen Elektrodenkabel (abhängig vom Schrittmachertyp) werden in eine Vene in der Nähe der Tasche eingeführt und unter Röntgenkontrolle zum Herzen vorgeführt. Eine exakte Vermessung der elektrischen Aktivität des Herzens sowie der Verbindung zwischen Herz und Schrittmacher findet noch während der Operation statt. In der Regel kann der Patient/in bereits am nächsten Tag wieder unbechwert sich bewegen. Auch nach der Operation ist eine Abfrage und Anpassung der Schrittmacherfunktion individuell an die Erfordernisse des Patienten jederzeit möglich - Routinekontrollen finden ambulant alle 6 Monate statt.
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