Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien)

Ausbildungsformen

Angeborene Herzmuskelerkrankungen oft einhergehend mit weiteren Missbildungen, wie Herzklappenfehlern und Shuntverbindungen („Loch im Herz“) mit abnormalem Blutfluss in einzelnen Herzabschnitten. Angeboren und oft erst im Erwachsenenalter bemerkt ist die Rechtsventrikuläre Dysplasie, dabei ist die Wand der rechten Herzkammer extrem verdünnt; es drohen lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen.

Das Gegenteil sind Herzmuskelverdickungen (hypertrophe Kardiomyopathien) meist im Bereich der linken Herzkammer auftretend. Gekennzeichnet sind sie durch irregulär verlaufende Muskelfasern, die sich nicht an einer geordneten Muskelkontraktion beteiligen. Durch die Position der Muskelverdickung oft unterhalb der Aortenklappe im Bereich der Herzscheidewand (Septum) gelegen, können sie bei der schweren Form den Blutausstrom aus der Herzkammer in die Aorta verlegen. Insbesondere bei Belastungssituationen mit schnellerem Puls und höherer benötigter Herzleistung drohen Kollapszustände und schwere Herzrhythmusstörungen. Dies ist öfter schon bei Leistungssportlern der Fall gewesen, die auf dem Spielfeld verstarben, ohne dass anwesende Notärzte dies abwenden konnten.

Eine genetische Veranlagung bei diesen Erkrankungen ist bekannt. In einzelnen Familien können Erkrankungsfälle gehäuft auftreten. Deshalb sollten nahe Angehörige von Betroffenen ebenfalls mit dem ECHO untersucht werden. Ebenfalls sollte vor exzessivem Leistungssport eine kardiologische Untersuchung vorgenommen werden.

Eine Herzmuskelverdickung kann auch im Verlauf von Herzmuskelbelastungen durch vermehrte Herzleistung allmählich auftreten. Dann ist nicht ein isolierter Bezirk, sondern die gesamte Muskulatur der rechten, öfter noch der linken Herzkammer betroffen. Man spricht von einer konzentrischen Hypertrophie.

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