Aufgabe und Funktion der Herzklappen

Das Herz ist eine Pumpe und transportiert das Blut durch zwei Kreisläufe: durch die Lunge, wo es mit Sauerstoff angereichert wird, und durch den Rest des Körpers zu den Organen. Beide Kreisläufe sind voneinander getrennt und nacheinander geschaltet. Damit das Blut immer nur in einer Richtung fließt, funktionieren die Herzklappen als Ventile: öffnen sich nach einer Richtung und schließen sich nach Durchfluss des jeweils als Pulswelle ankommenden Blutstroms. Dies ereignet sich ca. 100 000 mal pro Tag, im allgemeinen störungsfrei.

Rechte und linke Hälfte des Herzen bestehen jeweils aus einer Vor- und einer Hauptkammer, auch Vorhof und Ventrikel genannt. In den Vorkammern sammelt sich ankommendes Blut und gelangt zum Teil druckpassiv, zum Teil durch Kontraktion der Vorkammer in die Hauptkammer. Von der rechten Hauptkammer wird es durch rhythmische Kontraktion in die Lungen gepumpt, von der linken Hauptkammer wird das sauerstoffreiche Blut in den Körper gepumpt. Bei jeder Kontraktion müssen sich die Herzklappen nach vorn öffnen, nach hinten schließen. Dabei sind sie enormem Druck ausgesetzt, insbesondere die Mitralklappe zwischen linker Hauptkammer und linkem Vorhof. Die Herklappen der rechten Herzhälfte sind geringeren Druckunterschieden ausgesetzt, da der Druck im Lungenkreislauf maximal 30 mmHg beträgt, im Körperkreislauf maximal 120, bei körperlicher Anstrengung und bei hohem Blutdruck auch über 200 mmHg.

Die Herzklappen sind dünne Membrane, die sich wie mehrflügelige Türen nach einer Seite öffnen. Die Trikuspidalklappe (dreizipflige Kl.) liegt zwischen rechter Vor- und Hauptkammer, die zweiflügelige Pulmonalklappe zwischen rechter Hauptkammer und Lungenarterie. Die Mitralklappe (wie eine Mitra-Bischofsmütze) hat zwei Taschen, zwischen linker Vor- und Hauptkammer gelegen, die Aortenklappe (drei Segel) zwischen linker Kammer und der Aorta (Körperschagader).


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