Klassifikation und Häufigkeit
Herzinsuffizienz oder die gebräuchliche deutsche Bezeichnung Herzschwäche beschreiben eine Funktionsstörung des Herzens, bei der die Pumpfunktion und/oder die Füllung des Herzens beeinträchtigt sind.
Die Herzinsuffizienz kann als akute und chronische Form auftreten. Die akute Herzinsuffizienz tritt durch ein plötzliches Ereignis wie z.B. einen Myokardinfarkt oder eine Rhythmusstörung auf, die chronische Herzinsuffizienz entsteht als Folge von über Jahre bestehenden Vorerkrankungen wie koronarer Herzkrankheit (in etwa 50-70% der Fälle), hohem Blutdruck (arterielle Hypertonie, in etwa 50% der Fälle), Herzklappenfehlern oder Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien).
Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten internistischen Erkrankungen und stellt einen der Hauptgründe für stationäre Krankenhausbehandlungen. In Europa werden etwa 10 Millionen Einwohner an Herzinsuffizienz behandelt, weitere 10 Millionen Einwohner leiden an symptomarmen Formen der Herzinsuffizienz. Die Häufigkeit dieser Erkrankung weist einen altersabhängigen Verlauf auf, bei den unter 50-jährigen Patienten sind weniger als 1% betroffen, bei den über 80-jährigen 10-15%, das Verhältnis von Männern zu Frauen beträgt 3:2.
Die Herzinsuffizienz kann unzureichend behandelt zu Folgeschäden an vielen Organen führen und ist deshalb mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung verbunden.
| | Themenübersicht | | zurück |
