Herzkatheterlabor - Ambulant/Stationär

Findet die Herzkatheter-Untersuchung von vorneherein stationär statt, können all die genannten Vorbedingungen im Rahmen des stationären Aufenthaltes erbracht werden. Wenn es sich nicht um einen Notfall handelt, ist jedoch das Absetzen von Antikoagulantien (Marcumar) mit ggf. notwendiger Überbrückung erwünscht, damit sich die Untersuchung nicht unnötig verzögert.

Ballondehnung(PTCA) / Stentimplantation

Die Ballondehnung (Dilatation) ist ein Verfahren, das mittlerweile seit 30 Jahren zur Behandlung von Engstellungen der Herzkranzgefäße, also der koronaren Herzerkrankung, mit großem Erfolg angewendet wird. Dabei wird seit nunmehr fast 15 Jahren die alleinige Ballondehnung mit einer Stentimplantation kombiniert, so dass eine reine Ballondilatation heute die Ausnahme ist.

In den meisten Fällen schließt sich die Dilatation an eine Herzkatheteruntersuchnung an (s.o.), manchmal, wenn mehrere Engstellungen in mehreren Sitzungen gedehnt werden müssen, erfolgt auch eine gezielte Einbestellung zu einem weiteren Eingriff.

Und natürlich kann und muss er bei einem akuten Herzinfarkt auch nofallmässig, d.h. zu jederzeit, rund um die Uhr erfolgen. Dies ist unbedingte Voraussetzung für den Erfolg der Maßnahme. Die Bedingungen dafür (24-Std.-Bereitschaft eines sehr erfahrenen Teams) sind am Kardiocentrum bzw. Klinik-Rotes-Kreuz schon seit vielen Jahren in hervorragender Weise gegeben. Selbstverständlich dauert der sich anschliessende stationäre Aufenthalt in einem solchen Falle länger als sonst, bei einem unkomplizierten Herzinfarkt heute aber auch nicht länger als ca. 5 Tage.

Die Erfolgsrate des Eingriffs liegt insgesamt deutlich >90%, gleichzeitig liegt die Rate von gravierenden Komplikationen <1%.

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